Theater im Alhambra

Sonntag, 10.11.13 20:00 Uhr
Eintritt: 8,00 Euro

DER FIRMENHYMNENHANDEL

Text und Regie: Thomas Ebermann

Mit: Pheline Roggan, Rainer Schmitt,
Robert Stadlober, Tillbert Strahl-Schäfer

und (als Firmenhymnensänger von der Leinwand):
Gilla Cremer, Dieter Glawischnig, Bernadette La Hengst, Honigbomber, Jales und Knopf, Ja Panik, Schorsch Kamerun, Dirk von Lowtzow, Melissa Logan, Nina Petri, Thomas Pigor, Lisa Politt, Jens Rachut, 1000 Robota, Harry Rowohlt, Sandy Beach, Rocko Schamoni, Kristof Schreuf, Horst Tomayer, UiJuiJui, Reiner Winterschladen, Gustav Peter Wöhler

Musikalische Leitung: Ted Gaier, Thomas Wenzel - Video-Einspieler: Katharina Duve, Timo Schierhorn
Wissenschaftliche Beratung: Rudi Maier - Bühne und Kostüme: Astrid Noventa - Regieassistenz: Milli Schmidt

Der Hintergrund:
Immer mehr Firmen schaffen sich eine Hymne an. Diese soll das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken, die Motivation der Mitarbeiter fördern etc.
Firmenhymnen sind Bestandteil einer allgemein auf dem Vormarsch sich befindenden Ideologie, die das Arbeitsleben zur höchsten Form der Selbstverwirklichung erklärt; die Trennung von Arbeitszeit und Freizeit (auf die man sich freute) aufzuheben trachtet.
Die Degradierung zum Humankapital findet ihre Zuspitzung im Besingen der Schönheiten der Firma, deren Lohnarbeiter man ist …

Das Stück zeigt den Besuch eines Firmenhymnenhändlers (Robert Stadlober) und seines »Chefkomponisten« (Tillbert Strahl-Schäfer) bei einem mittelständischen Unternehmen.
Hier »modernisiert« die Tochter (Pheline Roggan) des Besitzers (Rainer Schmitt) den Betrieb gerade nach allen Regeln des »neuen Geist des Kapitalismus«.
Die Firmenhymne, die eingekauft werden soll, ist also nur ein Mosaikstein, bei all dem Zirkus zwischen »self-empowerment« und »total quality management«.
Der Seniorchef steht dem Ausmaß der Neuerungen zwar skeptisch gegenüber, freut sich
aber, dass seine Tochter (die rebellische Jahre mit dem Hymnenhändler gelebt hat) in den Schoß der Familie zurückgekehrt ist … und lässt ihr entsprechend »freie Hand«.
Der Hymnenhändler zeigt während des Verkaufsgesprächs auf der Leinwand, welche Künstler er unter Vertrag hat. Er erläutert, wer zu welchen Konditionen »zu haben« wäre.
Hier singen die Musiker (vorproduzierte) Hymnen. Diese ähneln teilweise real xistierenden Hymnen – oder sind neue Kompositionen, die sich der (oft grotesken, trivialen) Texte von bestehenden Hymnen bedienen.

 

Eine Veranstaltung der Oldenburger Rechtshilfe
mit Unterstützung der GEW-Oldenburg, IG-Bau/Oldenburg, Verdi-Jugend/Weser-Ems, IG-BCE/Oldenburg
und Asta der CvO-Universität

 

Videos:


Der Firmenhymnenhandel
von Rosa-Luxemburg-Stiftung


Der Firmenhymnenhandel - TRAILER
von Kampnagel Hamburg


Der Wahnsinn der Firmenhymnen
Kulturjournal | NDR
von ARD