Oldenburger antirassistische Gruppen laden ein:

Runter vom Sofa... !

Wenn Du schon immer gedacht hast “eigentlich müßte ich ‘mal was machen...”, wenn Du der rassistischen Politik gegen Flüchtlinge und MigrantInnen und dem deutschen Alltags-Rassismus etwas entgegensetzen willst, dann ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, um aktiv zu werden!
Es gibt eine gute Zusammenarbeit und Aufgabenteilung zwischen den unterschiedlichen Oldenburger Gruppen, nur ein Problem haben wir alle: wir brauchen mehr Leute!
Mit machen kann jeder und jede, egal wieviel er oder sie weiß. Wir geben unsere Erfahrungen gerne weiter, und es gibt alle möglichen Bereiche, in denen sich Leute engagieren können. Ob es nun die konkrete Unterstützung und Begleitung von Flüchtlingen ist, Aktionen organisiert werden, gedolmetscht wird, Öffentlichkeits- und Pressearbeit gemacht wird oder eine Party organisiert wird, deren Erlös der antirassistischen Arbeit zugute kommt, jede Art von Unterstützung wird benötigt!

Folgende Gruppen gibt es u.a.:

AK konkrete Unterstützung (AKKU)
Seit Mitte des letzten Jahres gibt es in Oldenburg den AKKU. Jeden Dienstag von 14.00 bis 16.00 findet im Alhambra unsere „AKKU“-Beratung statt. Dort versuchen wir Flüchtlinge, die zu uns kommen, egal, ob sie einen legalen oder illegalen Status haben, zu allen Fragen des Asylverfahrens zu beraten. Wir vermitteln Adressen von AnwältInnen, die auf Asylverfahren spezialisiert sind und von ÄrztInnen, die unentgeldlich Behandlungen vornehmen. Auf Wunsch begleiten wir die Leute auch zu Behördengängen,etc. Darüberhinaus versuchen wir mit anderen Organisationen außerhalb Oldenburgs einen Kontakt aufzubauen, damit Leute, die aus der ZASt Blankenburg umverteilt werden auch in anderen Städten Anlaufpunkte haben.
Mit dieser praktischen Unterstützung versuchen wir die rassistische staatliche Politik zu unterlaufen und sie außerdem durch Aktionen, Veranstaltungen, Kampagnen usw öffentlich zu machen und anzugreifen.

Medienbus
Seit 1993 fährt der Medienbus mal häufiger, mal seltener, mal regelmaßiger, mal sporadischer mit unterschiedlichen UnterstützerInnen vor die „Zentrale Anlaufstelle für AsylbewerberInnen“ nach Blankenburg. Ziel des Projektes ist es
-Begegnungsmöglichkeiten außerhalb des Lagerzauns zu schaffen
-Informationen-v.a. Zeitungen- in verschiedenen Sprachen zur Verfügung zu stellen
-rechtliche Fragen-soweit wie möglich- zu beantworten -anhand von Berichten von Flüchtlingen aus der ZASt die Zustände im Lager öffentlich zu machen
Die Bedeutung des Medienbusses liegt v.a. darin, daß es das einzige Projekt ist, das den Flüchtlingen direkt vor der ZASt Unterstützung anbietet und Kontakte zu anderen Projekten in Oldenburg vermittelt.

Büro für Medizinische Flüchtlingshilfe
Das Büro will qualifizierte medizinische Behandlung für Flüchtlinge zugänglich machen, die aufgrund ihres Aufenthaltsstatus keine oder nur unzureichende Krankenversicherung haben. Die Aufgabe des Büros besteht dabei in der Vermittlung von ÄrztInnen, die bereit sind, Flüchtlinge anonym und kostenlos zu behandeln.

Initiative für offene Grenzen – gegen Abschiebung und Sondergesetze
Die Ini existiert seit dem Sommer 1993 und war seitdem in unterschiedlichen Bereichen aktiv. Zur Zeit arbeiten wir hauptsächlich gegen das sogenannte “Projekt X”, ein Modellversuch der niedersächsischen Landesregierung, infolgedessen Flüchtlinge, die nicht abgeschoben werden können, weil sie keine gültigen Ausweispapiere haben, in der ZASt in Blankenburg quasi interniert werden. Sie erhalten bis auf ein Bett und 3 (schlechte) Mahlzeiten am Tag keinerlei soziale Leistungen und ihre einzige Perspektive ist die Abschiebung oder Unterzutauchen.

Gutscheinbündnis
Wir, das Anti-Gutscheinbündnis, haben uns Ende 1997 aufgrund der bevorstehenden Einführung des Gutscheinsystems in Oldenburg gegründet. Zur Zeit sind noch VertreterInnen der Fantifa, der Oldenburger Rechtshilfe und der Antifaschistischen Aktion sowie Einzelpersonen im Bündnis aktiv. Mit Beginn der Wertmarkenausgabe an Flüchtlinge am 1.3.98 haben auch wir mit dem Umtausch angefangen. Ein Ziel war und ist es, den Menschen wieder Bargeld zur Verfügung zu stellen und damit einige der genommenen Möglichkeiten, wie z.B. die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel und der Bezahlung von AnwältInnen, zurückzugeben. Denn mit den Gutscheinen lassen sich fast nur Lebensmittel einkaufen. Die Gutscheine “verkaufen” wir an Leute, die über Bargeld verfügen, weiter. Ein weiteres Ziel ist es dieses rassistische System durch den Umtausch sinnlos zu machen und dessen Abschaffung zu erreichen. Um diesen Zielen näher zu kommen, brauchen wir Leute, die entweder im Bündnis mitarbeiten, oder auch einfach bereit sind gelegentlich den Gutscheinumtausch zu machen, um uns etwas zu entlasten und wieder Raum für die Planung von Aktionen zu geben.

Wir laden zu einem
Interessierten-Treffen

ein, für alle die, die sich über die Arbeit der Oldenburger antirassistischen Gruppen informieren wollen und Lust haben mitzumachen.
Das Treffen ist am Sonntag, 07. Mai um
18.00 Uhr in der Kneipe im Alhambra.