Spendenaufruf

Herz-OP für Ilhan

Anfang 1999 flohen Ilhan Çakil und seine Mutter aus der Türkei und kamen in die BRD. Der 13 - Jährige Junge leidet seit seiner Geburt an einem lebensgefährlichen Herzfehler. Aufgrund dieser Krankheit muß der Junge auf vieles verzichten. So darf er sich körperlich nicht anstrengen, keinen Sport treiben oder mit FreundInnenen herumtollen.

Darüber hinaus bekommt Ilhan regelmäßig körperliche Zusammenbrüche, er leidet häufig unter starker Übelkeit und Atemnot.

Aufgrund dieser Symptome wurde Ilhan schon mehrmals in die Notaufnahme eingeliefert. Alle Ärzte und Ärztinnen diagnostizierten ein bekanntes Herzleiden, empfahlen die notwendige Operation, weigerten sich aber aus finaziellen Gründen die Behandlung durchzuführen.

Da Ilhan und seine Mutter in der BRD nicht als Flüchtlinge anerkannt sind, ist ihre medizinische Versorgung durch das Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) geregelt. Nach §4 AsylbLG sind medizinische Leistungen lediglich bei „Notfällen und zur Schmerzlinderung vorgesehen". Chronische Krankheiten wie Magengeschwüre, Nierensteine, Karies und Diabetes werden grundsätzlich nicht behandelt. Auch psychotherapeutische Behandlungen für Folter- und Kriegsopfer werden in der Regel nicht finanziert.

Auch im Falle von Ilhan verweigert das Sozialamt die Kostenübernahme für die Herz-OP, obwohl er - wie oben schon erwähnt - bereits mehrfach als Notfall ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

Nach seinem letzten Zusammenbruch musste Ilhan mehrere Tage in der Osnabrücker Kinderklinik bleiben. Der behandelnde Arzt erklärte nach Abschluß der Untersuchungen, dass er eine Operation für unbedingt notwendig halte, da die Lebenserwartung des Jungen ansonsten drastisch reduziert würde. Desweiteren erklärte er, dass deutsche Kinder mit einem solchen Herzfehler dauerhaft medizinisch versorgt werden, Ilhan jedoch aufgrund der Regelungen des Asylbewerberleistungsgesetzes keine adäquate Behandlung zugestanden wird. Die einzige Möglichkeit Ilhans Gesundheitszustand dauerhaft zu stabilisieren ist eine Operation!

Mittlerweile hat sich Prof. Dr. Meyer aus der kinderkardiologischen Klinik in Bad Oeynhausen dazu bereit erklärt, die Herzoperation an Ilhan durchzuführen. Allerdings müssen alle anfallenden Kosten von der Familie selbst getragen werden. Eine erste Voruntersuchung im Juli hat ergeben, daß durch die Behandlung mit OP und Krankenhausaufenthalt Kosten in Höhe von 30.000 DM entstehen werden. Hinzu kommen Kosten für den Anwalt und DolmetscherInnen. Da die Mutter als Flüchtling keine Arbeitserlaubnis erhält und auch von staatlicher Seite keine Hilfe zu erwarten ist, ist Ilhan somit auf Spenden angewiesen.

Um die Operationskosten für Ilhan aufbringen zu können,
sind wir auf Ihre finanzielle Unterstützung angewiesen.

SPENDEN BITTE AUF FOLGENDES KONTO:

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Landessparkasse zu Oldenburg
Stichwort: „Herz-OP"
KNR.: 018 137 497
BLZ.: 280 50 100

Wenn Sie eine Spendenquittung möchten, geben Sie bitte Ihren vollständigen Namen und Adresse auf dem Überweisungstaräger an, um die Ausstellung zu erleichtern.

UnterstützerInnengruppe für Ilhan Cakil