ANTIFA aktuell

Nieskyer Verantwortliche verharmlosen Neonazi-Verein , Niesky , 12.10.02
Bei dem Treffen des Heimatverbandes Niesky sagte der stellvertretene Nieskyer Bürgermeister Bernd Funke : "In Niesky gibt es mit den Schlesischen Jungs nicht mehr Probleme als mit den selbsternannten Linken" und "...wenn Jugendliche mit unterschiedlicher Ausrichtung aufeinandertreffen und Alkohol im Spiel ist, kann es schon mal zu Rangeleien kommen". Bernd Funke ist Vorsitzender des Nieskyer Eishockevereins und setzt die„Schlesischen Jung" dort als Ordner ein. Deshalb haben viele Jugendliche Angst das Stadion zu besuchen.
Die Kameradschaft „Schlesische Jungs" besitzt einen eigenen Treffpunkt in Niesky. Bei einer Gesprächsrunde mit von rechter Gewalt Betroffenen Jugendlichen am 25.09.02 sagte Rückert: „Das Problem existiert in Niesky nicht".Erst am 02.09.02 wurden zwei Nieskyer Neonazis vom Amtsgericht Weißwasser wegen einer brutalen Körperverletzung zu 8 Monaten auf Bewährung, bzw. zu einer Verwarnung verurteilt. Zwischen dem 17. und dem 19.07.02 soll es nach Angaben von Betroffenen zu brutalen Hetzjagden gekommen sein. Die Kameradschaft „Schlesische Jungs" mobilisierte Neonazis aus Kamenz, Zittau und Cottbus um gezielt Nichtrechte zu jagen.

Nazis laufen Amok, 13.10.02, München
Mindestens fünf Personen sind durch ein Gruppe von circa 40 Neonazis und Hools verletzt worden, die sich während der Demo in der Innenstadt von München bewegt haben und dabei mehrmals verschiedene Gruppen von GegendemonstrantInnen wahllos angegriffen haben ohne dass die anwesende Bullen eingegriffen hätte. Zwei der Betroffenen mußten ins Krankenhaus!
Nach dem die Bullen die Nazis nur ermahnten nicht bei rot über die Straße zu gehen, griffen diese zwei mal unter viel Geschrei die Gegendemo an. Sie wurden beim zweiten Versuch von den Bullen zur eigenen Demo umgelenkt und dann auch noch zu dem Zug gebracht, den die AntifaschistInnen nutzen mußten. Es kam im Zug zu keinen weiteren Auseinandersetzungen.

Nazikonzert im Club 88, Neumünster, 29.09.02
Das sechsjährige Jubiläum des Naziclubs 88 in Neumünster-Gadeland wurde mit einem Konzert mit rund 700-800 Teilnehmern aus der gesamten BRD gefeiert. Dafür war extra eine Halle in Neumünster angemietet worden. Ebenso hieß es „die stattlichen Stellen wissen bescheid, es wird frei geworben" (Fehler im Original). Dadurch aufmerksam geworden, fragte die Ratsfrau Andrea Storke (Parteilos) am Freitag den 27.09.02 bei der Ordnungsbehörde der Stadt Neumünster nach. Dort hieß es jedoch die Neonazis würden, wie gewohnt, im Club 88 feiern. Am Sonnabend schienen die Bullen bis zum frühen Abend keine Ahnung zu haben, das die Nazis ein Konzert planen. Erst als die Nazis mit Stadtplänen ausgerüstet wurden und sich auf den Weg machten, dämmerte den Bullen , dass es sich um mehr als eine „normale" Club 88 Feier handelt. Am Konzertort selber übten sich die Bullen in vornehmer Zurückhaltung. Bis ca. 24.00 h. verzichtete sie vollständig auf Kontrollen von KonzertbesucherInnen oder Fahrzeugen. Obwohl es sich wie aus den Internetaufrufen hervorging, um ein Konzert von vier Bands aus dem verbotenen „Blood & Honour" Netzwerk handelte, schritten die Bullen nicht ein. Bis in die frühen Morgenstunden konnten die Neonazis sich ungehindert in Neumünster bewegen.

Abschaltung von www.antifa.de, 11.10.02
Wegen der Veröffentlichung eines Plakats gegen Polizeigewalt und für Kennzeichnungspflicht von Polizeibeamten will das LKA Berlin nun ihre Drohungen in die Tat umsetzen. Bei weiterer Verbreitung des Plakats über das Internet werden in den nächsten Stunden „Maßnahmen" zur sofortigenAbschaltung der Seite ergriffen.
Der Provider der AAB-Homepage per Fax vom Beliner LKA bedroht. Die Forderung des LKA: sofortige Abschaltung der gesamten Internetpräsenz. Unklar bleibt bis jetzt, wie schnell die Berliner Polizei ihre Drohungen in die Tat umsetzen kann, da sich der Server nicht in ihrem unmittelbaren Zugriffsbereich befindet.