ANTIFA aktuell

 

25.01. Nazimord in Erfurt

Als eine Gruppe Punx an einer , von zahlreichen Nazis besuchten, Kneipe vorbei liefen, wurden sie angegriffen. Die Faschos stachen mehrmals auf eine Person ein und versuchten eine weitere Person in die Kneipe zu zeihen. Das konnte von den Freunden des Opfers verhindert werden. das Opfer der Messerstiche erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Die Bullen bestreiten, das die Tat einen „rechtsextremen Hintergrund" hat.

11.02. Anfrage (Berlin)

Nach einer Anfrage von Petra Pau (PDS) gab das Bundesministerium des Inneren an, das es täglich zu 20 „rechtsextremen Straftaten kommt. Weiter gab das BdI an, das Faschos im Dez. 02 615 Straftaten verübten, darunter 39 Gewaltverbrechen. Natürlich sind das „nur" die offziellen Zahlen.

15.02. Thor muss weg! (Dresden)

Im Rahmen der Kampagne „Thor muss weg!" fand am Samstag ein Aktionstag in Dresden statt. Die Reaktion der Nazis, aus dem Umfeld des Naziklub Thor, war eine „Solidaritätsdemo" für die Betreiber. Der Vermieter des Hauses mußte eine fristlose Kündigung des Mietvertrages zurüchnehmen, da Wiederspruch einegelegt worden war. Er gab allerdings an, er wolle den im April auslaufenden Vertrag nicht verlängen.

Die Faschos haben bereits begonnen nach Ersatz zu suchen und haben einen Teil ihrer Aktivitäten an einen (bislang) unbekannten Ort verlegt.

Die erste Demo des Aktionstages blockierte mit ca. 100 AntifaschistInnen die Haltestellen in der Nähe des Klubs. Ca. 40 Nasen mussten zu Fuß zu ihrer Demo. Um 11:30 wurden die 1. Demo aufgelöst und die Blockierer fuhren mit der S-Bahn zum Sammelplatz der Nazis. Die konnten ca.150 Leute mobilisieren und unter Bullenbewachung ihren üblichen Schwachsinn verbreiten.

Um 15:30 startete die 2. Demo mit 300 AntifaschistInnen, das Ziel war das Haus des Anti-Antifa-Aktivisten Sven Hagendorf. Der filmt seit Jahren alles was ihm feindlich vorkommt. Sein Material wir zur vorbereitung von Straftaten benutzt.

Sven selbst sorgte dafür, daß das Ende der Demo zum Highlight wurde, als er mit Reichsfahne und Digicam vors Haus lief und dann mit Gewalt von den Bullen wieder hineingedrängt wurde.

Als abschluß des Aktionstages gabs noch eine Spontandemo für die Freilassung von 5 Meschen die seit mehreren Tagen in U-Haft sitzen.

16.02. JN gegen Krieg (Duisburg)

Der, wegen seiner Nähen zu den „Freien Kameradschaften" und seinem offenen bekenntnis zu Nationalsozialismus, von der BundesNPD gemieden Ortsverband Duisburg ist wieder reaktiviert worden. Anlaß war eine Demo und Diskussionsrunde zum Thema „Kein Krieg für ÖL". Interessant ist, daß die ganze Veranstaltung in einem Ortsteil stattfand, der überwiegend von MigrantInnen bewohnt wird. Obwohl die JN noch nie eine erfolgreiche Veranstaltung in dienem Stadtteil durchführen konnte, wurde diese Veranstaltung schon eine Woche vorher mit Flugies von der NPD bekanntgemacht. Widerstand war (wegen dem Thema?) kaum bis gar nicht zu mobilisieren.


16.02. Nazisound

Karstatt (WOM), Amazon und Bertelsmann (Bol) verkaufen mittlerweile offen Nazimusik, solange die Scheiben nicht von der BPS indiziert sind. Christine Höger (Pressesprecherin bei Amazon) meinte dazu:"Wenn die Produkte nicht von der BPS indiziert wurden, treten wir nicht als Zensoren auf."

Es gilt:Scheiß auf Inhalte, hauptschache die Kohle stimmt!

19.02. AAB aufgelöst (Berlin)

Mitte Feb. 03 beschlossen die AktivistInnen der AAB die Auflösung der Gruppe. Die AAB hat sich nach Angaben einiger Aktiven in zwei etwa gleich grosse Gruppen gespalten. Die Gruppen sind enstanden , weil es so viele Beteiligte gab, dasß man sich nicht mehr an einem Tag treffen konnte. Die beiden Gruppen entfernten sich politisch zunehmen voneinander. Die Gruppen entwickelten unterschiedlich Ansätze im Bezug auf Inhalte (oder der Mangel daran), Bündnispartner und Aktionsformen. Eine Erklärung kann auf www.antifa.de nachgelesen werden.