Die 10. Oldenburger Filmtage

das Filmfest der Oldenburger Film- und Kinoinitiativen 1.-6. April 2003


Eckdaten

Name: 10. Oldenburger Filmtage

Motto: Im Lauf der Zeit

Termin: 1.-6.04.2003

Eröffnung: 1. April 2003, Wall-Kinocenter, Oldenburg

Festival-Spielort: Kulturzentrum PFL, Peterstr. 3, 26121 Oldenburg

VeranstalterInnen: Filmtage-Gruppen (Medienbüro, Gegenlicht, Filmriß, RollenWechsel, Mobiles Kino Niedersachsen)

Kontakt: Christoph Reiffert, s.o.


Seit 1993 organisieren die Film- und Kinoinitiativen Medienbüro, Filmriß, Gegenlicht, RollenWechsel und Mobiles Kino gemeinsam die Oldenburger Filmtage.

Das etablierte Festival unterscheidet sich in einigen Dingen von vielen anderen Veranstaltungen dieser Art. So gibt es ein einheitliches Thema und Motto, dem alle Filmbeiträge unterstellt werden.

Durch deren Auswahl und die gemeinsame Festlegung z.B. der Eröffnungs- und Abschlussfilme bilden die Filmtage den Rahmen für die Vernetzung der Oldenburger Kinoinitiativen.

Bei der Auswahl der Filme spielen neben cineastischen auch sozialkritische Gesichtspunkte eine Rolle. Dabei werden sowohl Filme gezeigt, die Oldenburger Premieren sind und teils noch keinen Verleih haben, als auch ältere Werke, die diese inhaltlich ergänzen.

Mit ihrer Programmauswahl möchten die Filmtagegruppen politische Diskussionen anregen und Beiträge zu diesen liefern.

Highlights

Portrait einer Filmemacherin

In diesem Jahr ist das Portrait der Regisseurin und Produzentin Bridget Pickering aus Namibia gewidmet. Im Rahmen von drei Filmveranstaltungen, zu denen Bridget Pickering anwesend sein wird, wird ihr Werk vorgestellt und die Möglichkeit gegeben, direkt mit der Regisseurin über ihre Filme zu diskutieren. Nähere Informationen im Internet-Pressebereich.

Schwerpunkt: Osteuropa

Der osteuropäische Film wird im Rahmen einer Reihe mit aktuellen Filmen u.a. aus Slowenien, Polen, Ungarn, Albanien und der Slowakei vorgestellt. Als Gaste ist dabei u.a. Maja Weiss (Slowenien) anwesend.

Außerdem werden in einem Sonderprogramm Arbeiten von Filmhochschülern und -schülerinnen aus Polen (Filmhochschule Lódz) und Deutschland gemeinsam präsentiert.
Auch zu diesem Programmpunkt sind einige der Filmemacher und Filmemacherinnen zu Gast.

Gäste

Ihr Kommen haben bislang zugesagt:

• Bridget Pickering (Namibia, Portrait)

• Maja Weiss (Slowenien) und Peter Braatz (D)

• Jörg Adolph (D)

• Eugenie Janssen (NL)

• Ursula Biemann (CH)

• Laura Waddington (NL)

Weitere Regisseurinnen und Regisseure sind angefragt. Nähere Informationen und Updates in Kürze im Internet-Pressebereich.


Sonderveranstaltungen und thematische Reihen

Festival-Eröffnung

Um das zehnte Jubiläum der Filmtage gebührend zu feiern, wird die Eröffnung in diesem Jahr erstmalig im großen Saal des Oldenburger Wall-Kinos stattfinden. Dort wird am Dienstag, 1. April 2003 nach der offiziellen Eröffnung mit Grußworten und einer Einführung zum Motto der Filmtage („Im Lauf der Zeit") ein aktueller Eröffnungsfilm präsentiert (der Filmtitel wird kurzfristig bekanntgegeben). Anschließend sind alle Gäste zum Sektempfang eingeladen.

Reihe: Osteuropa

Präsentiert werden aktuelle osteuropäische Filme aus Slowenien, Polen, Ungarn, Albanien, Rumänien, Bosnien und der Slowakei. Mit dieser Reihe wird der wachsenden cineastischen Bedeutung und dem großen Erfolg des osteuropäischen Kinos Rechnung getragen.

Reihe: Jugendliche

Gezeigt werden vier deutsche und internationale Produktionen, in denen Jugendliche die Hauptrolle spielen.

Reihe: Aktuelle politische Themenfelder

Die Reihe vereint fünf Filme, die zu kontrovers diskutierten Themen Stellung beziehen.Mit dabei sind

Ausländer raus! - Schlingensiefs Container (zum Thema Fremdenhass),

The Mad Songs of Fernanda Hussein (Golfkrise 1991)

Tussenland (Asylbewerber in den Niederlanden)

Europlex (Videoessay zum Thema Spanisch-Marokkanische Grenze)

Cargo (Ausbeutung der Arbeiter auf Billiglohnfrachtern)

Reihe: Argentinisches Kino

Das Filmland Argentinien wird mit drei aktuellen Produktionen präsentiert.

Reihe: Auszeit

Die Protagonisten der Filme dieser Reihe eint, dass sie sich eine Auszeit von ihrem

Alltag nehmen und sich von ihren gewohnten Lebensumständen lösen.

Reihe: Ver-rückte Zeit

In allen Werken spielt die Regie mit den Erzählebenen, mal sind die Perspektiven verschiedener Erzähler verwoben, mal werden unerschiedliche Entwicklungen der selben Ausgangssituation gezeigt.

Auf jeden Fall wird mit den Themen „Zeit" und „zeitlicher Ablauf" gespielt...

Reihe: Kinderfilme

Mit dem interationalen Kinderfilmprogramm wird auch den jüngeren Besucherinnen und Besuchern des Festivals für sie geeignete Unterhaltung geboten. Während der Festivalwoche werden einige der Filme auch vom Mobilen Kino Niedersachsen in verschiedenen Schulen der Region gezeigt werden.

Reihe: Nationalsozialismus

In der Dokumentation Im toten Winkel beschreibt Hitlers ehemalige Sekretärin den Diktator aus völlig ungekannter Perspektive. Zwei Kurzdokumentationen zeigen Schicksale einer lesbischen Jüdin und eines schwulen Kommunisten auf. Die Spielfilme Novembermond und Bent schließlich zeigen, das auch in Zeiten der Verfolgung homosexueller Männer und Frauen Liebe möglich ist.

Regionaler Wettbewerb

Seit mittlerweile sieben Jahren sind die FilmemacherInnen der Region Weser-Ems und Bremen aufgerufen, ihre Filme dem Oldenburger Publikum zu präsentieren. Dieses entscheidet dann darüber, wer den mit 500 Euro dotierten Preis des Regionalen Wettbewerbs erhält.

Mit der Schaffung des Wettbewerbs bieten die Filmtage dem regionalen Film eines der letzten öffentlichen Foren.

Abschlussfilm

Traditionell schließt das Festival mit einem Stummfilm, der live musikalisch begleitet wird. In diesem Jahr ist dies der Film Asphalt (Regie: John May) aus dem Jahr 1929. Die Begleitung übernehmen die 16 Hamburger BlechbläserInnen der Gruppe „Tuten und Blasen" mit ihrer im Jahr 2001 selbst komponierten Filmmusik.