Dokumentation

Kein Zug - kein Schiff - kein Flug
für den Krieg gegen den Irak!
Die Aufmarsch- und Nachschubwege sabotieren!

Am 17.3.2003 haben wir an fünf Stellen in Niedersachsen, Hessen und Berlin Hakenkrallen an den Oberleitungen der Deutschen Bahn aufgehängt. Betroffen waren u.a. die Strecken zu den Kriegshäfen Emden und Wilhelmshaven. Seit mehreren Monaten nutzen die Streitkräfte der USA und Grossbritanniens Bahnstrecken, See- und Flughäfen, um Kriegsgerät und Truppen in die Golfregion zu transportieren. So wie auch schon die Bundeswehr diese Infrastruktur für ihre Einsätze z.B. im ehemaligen Jugoslawien gebrauchte.
Die Britische Armee verschiffte 300 Panzer über den Emdener Hafen; 12.000 Soldaten der 7.Panzerbrigade aus den Standorten Bergen-Hohne, Celle, Fallingbostel und Gütersloh wurden vom Flughafen Hannover-Langenhagen ausgeflogen.
Die US-Armee liess sowohl über die Häfen von Wilhelmshaven, Bremerhaven als auch über Antwerpen und Rotterdam Material verschiffen. In Rotterdam befindet sich das Military Sealift Command, das die gesamte Seeversorgung für die in Europa stationierten US-Einheiten koordiniert. Der Truppentransport der US-Armee wird hauptsächlich über die Flugbasen Rhein-Main, Spangdahlem und Ramstein abgewickelt. Auch wenn maßgebliche Fraktionen des deutschen Imperialismus, ihre Interes­sen und Ziele im bevorstehenden Irakkrieg nicht mit militärischen Mitteln zu erreichen versuchen: Zumindest logistisch ermöglicht die rot-grüne Bundesregierung ihren amerikanischen und britischen Nato-Verbündeten die Kriegsvorbereitung und -führung. Militante Aktionen gegen die Transport- und Nachschubwege der britischen und amerikanischen Armee in der BRD halten wir deshalb für einen guten Ansatzpunkt einer praktischen Antikriegsmobilisierung.
Diese muss perspektivisch auch die militärischen Projekte des deutschen Imperialismus angreifen. In Kürze werden neue „Verteidigungspolitische Richtlinien" verabschiedet, in denen die Verteidigung nationaler Interes­sen global neu definiert werden soll, um (so Struck) „Krisenbewältigung an jeder Stelle der Erde betreiben zu können". Der Umbau der Bundeswehr zu einer weltweit einsatzfähigen Interventionstruppe soll beschleunigt werden, milliardenschwere Rüstungsprojekte die technischen Defizite der Bundeswehr ausgleichen.
Auch auf deutsche Projekte der Verwaltung und Steuerung von (Kriegs-) Flüchtlingsbewegungen und „Wiederaufvorhaben" der deutschen Wirtschaft in Kriegsgebieten wäre das Augenmerk zu richten.

Kein Friede dem Imperialismus - egal welche Sprache er spricht, welche Fahne er hisst.

Militante Gruppen gegen den Krieg