Lauter Hass. Antisemitismus als popkulturelles Ereignis

Lauter Hass. Antisemitismus als popkulturelles Ereignis

Lesung mit den Autor:innen Maria Kanitz und Lukas Geck

aus ihrem Buch Lauter Hass. Antisemitismus als popkulturelles Ereignis

Am 08 Oktober 2026 um 19:30 Uhr im Alhambra Oldenburg, Hermannstr. 83

Die Autor:innen untersuchen in ihrem Buch, wie antisemitische Narrative zunehmend in Popkultur, Musik und digitale Öffentlichkeiten einsickern – oft unter dem Deckmantel politischer Positionierung oder Aktivismus. Die Veranstaltung greift diese Entwicklungen auf und verbindet wissenschaftliche Analyse mit aktuellen Erfahrungen aus der Kulturpraxis.

Galt Popmusik einst als Medium der Emanzipation, scheint davon spätestens seit dem 7. Oktober nicht mehr viel übrig zu sein. Musiker:innen unterschreiben offene Briefe und Statements, die das Massaker der Hamas verharmlosen. Es wird zu Boykotten aufgerufen, Konzerte werden zu israelfeindlichen Kundgebungen.

Das Massaker der Hamas war auch ein Angriff auf die Welt der Musik, auf Emanzipation und Freiheit. Die Weigerung weiter Teile der Popmusik, dies anzuerkennen, ist ebenso bemerkenswert wie die Selbstdarstellung einiger Musiker:innen als Freiheitskämpfer:innen.

Maria Kanitz und Lukas Geck sehen den 7. Oktober als Anlass, antisemitische Entgleisungen in der Popkultur genauer unter die Lupe zu nehmen. Anhand zahlreicher Beispiele aus den letzten Jahren – etwa Roger Waters, Kanye West oder Macklemore – zeigen sie, in welchem Ausmaß Antisemitismus mittlerweile ins popkulturelle Repertoire eingesickert ist. Sei es die Unterstützung von Boykottkampagnen, Verschwörungsmythen in Liedern oder Konzerte bekannter Rockmusiker, in denen Musik lediglich der Verbreitung antisemitischer Propaganda dient. Bekannte nationale und internationale Musiker:innen nutzen ihre Reichweite, um ihren Hass auf Jüdinnen und Juden oder ihre Bewunderung für Hitler zu verbreiten.

Im Ergebnis zeigen sie, wie breit und bereitwillig Antisemitismus popkulturell zelebriert wird.

Das Buch ist 2025 im Verbrecher Verlag erschienen.

Veranstalter: Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus Oldenburg,

Kooperationspartner: Deutsch-Israelischen Gesellschaft AG Oldenburg und AStA der Carl von Ossietzky Uni Oldenburg.